Sonntag, 6. Januar 2013

London 2012 - Tag 1

Letztes Jahr wollten C. und ich unbedingt nach London und so buchten wir für September einen Flug und ein Hostel und konnten es kaum erwarten. Es wurde kein typischer London-Urlaub, denn wir sind zwei Fangirls die beim Sightseeing auch mal andere Prioritäten setzen. So kam es, dass ich als Vorbereitung einen Doctor Who Marathon absolvierte, um in London auf dem aktuellen Stand zu sein und anfing Blackout von Connie Willis zu lesen, um die Schauplätze des Buches genug würdigen zu können (leider schaffte ich es nur bis zur Hälfte des Buche bis zur Reise :( ).
Los ging es am 12.09.2012. C. war am Tag vorher nach Hannover gekommen, damit wir uns um 4 Uhr morgens auf dem Weg zum Flughafen machen konnten. Der Flug ging nämlich um 7 Uhr, damit wir auch wirklich jede Minute des Tages in London nutzen konnten.
Ich hasse es, zu fliegen. Also, ich mag es eigentlich so schnell von A nach B zu kommen und dabei auch einen tollen Ausblick zu haben. Aber ich habe totale Panik vorm Fliegen. Der Hinflug war aber erstaunlich toll, was vielleicht an dem wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken lag. Nur beim Start und bei der Landung war mir mulmig zumute.



Eine Stunde Flugzeit vergeht unglaublich schnell. Ich konnte nicht fassen, als wir schon da waren. Im Shuttlebus nach London bin ich aber fast eingeschlafen. Das konnte ja noch lustig werden. Der Tag hatte kaum angefangen, schon war ich fix und fertig.
Erst einmal zum Hostel und unser Gepäck loswerden. Und dann erst mal die wichtigste Sache des Tages erledigen: Wicked Karten kaufen! Als begeisterte Musical-Fans hatten wir große Pläne für unseren Aufenthalt. Und Wicked stand auf der Liste ganz oben, weil ich es noch nicht gesehen hatte ( C. dagegen schon, was für sie aber ein Grund war, nochmal reinzugehen^^ ). Wir ergatterten Karten für die vierte Reihe am Abend und waren überglücklich.

Und weil Wicked im Apollo Victoria Theatre in der Nähe der Victoria Station aufgeführt wird, entschlossen wir uns, die paar Meter zum Buckingham Palast zu spazieren, um wenigsten schon mal da gewesen zu sein. Wir kamen "pünktlich" zum Ende der Wachablösung. Es bestand absolut keine Chance auch nur in die Nähe des Zaunes zu gelangen und so begnügten wir uns mit dem Blick aus der Ferne. Eigentlich wollten wir die Wachablösung ein mal an einem anderen Tag von vorne anschauen aber das haben wir dann doch irgendwie nicht geschafft.
Außerdem war ich überrascht, wie klein der Palast eigentlich ist. Er wirkt im Fernsehen und auf Bildern immer so groß aber wenn man davor steht, ist er eher unscheinbar.





Danach gingen wir dann zum Hostel zurück, bezogen unser Zimmer, machte uns etwas frisch und wollten dann auch gleich weiter, zu Big Ben, den wir an unserem ersten Tag unbedingt sehen wollten.


Fotos von Big Ben kommen in einem anderen Post, wir waren nämlich noch öfter dort. Hier erst einmal das London Eye, was ja in der ersten Staffel von Doctor Who eine Rolle spielte. Ich verspürte allerdings kein einziges Mal den Drang, mit dem Ding zu fahren. Der Preis, die lange Warteschlange und meine Höhenangst waren drei Gründe, um auf dieses Erlebnis zu verzichten.





Wir überquerten die Westminster Bridge und schlenderten entlang der Themse Richtung Millenium Bridge. Es sah so nah aus, aber dieser Weg kann sich so ziehen, vor allem wenn man schon den ganzen Tag auf den Beinen ist. Es hat sich aber gelohnt und er Weg ist wirklich schön.


So, da wären wir. Die Millenium Bridge verbindet die Tate Modern mit St. Pauls und außerdem ist sie ein wichtiger Schauplatz in Ashes to Ashes, was ich zu dem Zeitpunkt leider noch nicht kannte. Aber im Nachhinein finde ich es toll, dass ich an dem Ort stand, an dem Ashes to Ashes beginnt. Und als ich die Serie dann schaute, konnte ich rufen: Da, genau da stand ich schon mal!


Außerdem eignet sich die Millenium Bridge wunderbar als Fotomotiv. Und ja, es war verdammt windig dadrauf^^







Blick von der Millenium Bridge zur Tower Bridge.



Kontrastreiche Architektur in der Nähe von St. Pauls.



Denkmal für die Fire Watch von St. Pauls, die verhindert hat, dass die Kathedrale im Krieg niederbrannte.




St. Pauls ist schon eine beeindruckende Kathedrale. Normalerweise muss man ziemlich viel Eintritt zahlen, um den Großteil der Kirchenschiffs zu besichtigen. Als wir aber dort waren, begann gerade ein Gottesdienst und da kann man ganz ohne zu bezahlen nach vorne durchgehen und zuhören, was wir auch machten. Und es war ein wunderschöner Gottesdienst. Besonders der Chor hatte es mir angetan.





Nach dem Gottesdienst war es auch schon an der Zeit, zum Apollo Victoria zu fahren und uns Wicked anzuschauen.





Ich war absolut begeistert von Wicked. So ein schönes Musical. Ich liebe ja den Zauberer von Oz und auch die Rückkehr nach Oz gehört zu meinen Lieblingsfilmen aus der Kindheit. Die Vorgeschichte über die beiden Hexen Elphaba und Glinda ist ganz toll und die Lieder wunderschön und an einigen Stellen ist die Geschichte vom Zauberer von Oz mit eingebunden. Das ist ziemlich gut gemacht. Außerdem hatten wir Riesenglück mit den Darstellern. Rachel Tucker als Elphaba war großartig und anscheinend hörte sie einen Monat später auf. Matt Willis als Fiyero war zum Anhimmeln. Und auch er hörte im Oktober auf.
Es war auf jeden Fall ein gelungerner Abschluss eines ersten Tages in London.


1 Kommentar:

  1. Die Warteschlange beim London Eye sieht immer unheimlich lang aus, aber so lange dauert es dann gar nicht, bis man rein kommt. Das haben meine Erfahrungen jedenfalls gezeigt^^

    Die Millenium Bridge sieht wirklich interessant aus. Muss auf meine To-See-Liste, wenn ich irgendwann vlt. mal wieder nach London komme^^

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