Sonntag, 8. Juli 2012

Büchersonntag #3

Ich mag Mitmachaktionen. Vor allem, wenn sie so wenig Zeit in Anspruch nehmen wie der Büchersonntag von Corrisande. Leider hatte die Gute diese Idee mittten in meiner Internetabstinenz, so dass ich die ersten beiden Fragen aussetzen musste. Dabei ist die von letzter Woche echt interessant.... vielleicht reiche ich da ja noch was nach.

Die Frage diese Woche lautet: Welches Buch hat dich überwältigt?

Eine schwere Frage, wie ich finde. Sie geht noch ein bisschen weiter als die übliche "Was ist dein Lieblingsbuch"-Frage, auf die ich auch nur einen Bücherkatalog als Antwort bieten kann. Denn viele Bücher gehören zu meinen Lieblingen und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen.

Also, welches Buch hat mich überwältigt? Da gab es schon ein paar in den letzten Jahrzehnten^^; Zum Beispiel "Illuminati" von Dan Brown wegen des tollen Settings in meiner Lieblingsstadt und der coolen Rätsel. Oder "Die Alchemistin" von Kai Meyer wegen der unglaublich überraschenden Wendungen und phantastischen Orte. Oder "Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte" von Ralf Isau wegen des genialen Buchaufbaus. Oder die "Harry Potter" Reihe von Joanne K. Rowling, oder die ersten drei Bände der "Schattengilde" von Lynn Flewelling...

Aber wenn ich mich für ein Buch entscheiden müsste, dann würde ich sagen "A Game of Thrones" von George R. R. Martin. Bzt. die gesamte Buchreiche "A song of ice and fire". Weil es seit langem mal wieder eine epische Buchserie ist, bei der ich immer wieder in eine fantastische Welt mit fantastischen Charakteren eintauchen kann. Es gibt da eigentlich alles, was man sich von einem guten Buch wünscht. Am meisten hat mich überweltigt, wie komplex und gut durchdacht diese Welt ist. Mit den Kontinenten, den Völkern, den politischen Verhältnissen, den Religionen, den Traditionen, der Geschichte. Mit komplexen Charakteren, die (fast) alle nicht nur gut oder nur böse sind. Die Gedanken und Gefühle und Geheimnisse haben. Und die nicht erst seit ihrem ersten Auftauchen im Text existieren. Alle Charaktere haben eine gut durchdachte Lebensgeschichte und sind durch die Vergangenheit oft miteinander verbunden und George R. R. Martin lässt diese vergangenen Ereignisse durch Erinnerungen und Erzählungen durchscheinen. Aber immer nur Bruchstücke, kleine Fetzen, die einen neugierig machen, was damals denn nun wirklich passiert ist (Eigentlich schreit das schon fast nach einem Prequel^^).
Ich finde, jeder (mit nicht allzu schwachen Nerven) sollte diese Bücher lesen, auch wenn er /sie kein Fantasy mag. Eigentlich würde ich die Bücher auch nicht bei Fantasy einordnen sondern eher bei ... fiktiven historischen Romanen. ^^

Ich bin übrigens gerade erst mitten im englischen vierten Band, also bitte keine Spoiler :)

Kommentare:

  1. Oh ja. Oh ja. Ich hätte auch fast diese Reihe genannt, denn überwältigend (und das Wort benutze ich eigentlich sehr sparsam) finde ich die auch. Aber Blackout war einfach noch den Tucken mehr "Woah!" - anders kann ich das kaum ausdrücken *lach* Ich muß mich dann in London bestimmt immer zusammenreißen, um nicht laufend zu sagen: "Und hier war X!" "Und da ist Y passiert!" :D

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    1. Ich bin ja eh dafür, dass du mir Blackout vor London ausleihst. Sonst ist das wie mit Illuminati. Zuerst war ich in Rom und dann hab ich erst das Buch gelesen. Nicht witzig sowas.

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