Mittwoch, 19. Oktober 2011

Wien - Tag 3: Karl-Borromäus-Kirche und Waldfriedhof

Als wir das Ende der ersten Ehrengräbergruppe erreicht hatten, sprach uns ein älterer Herr an und fragte, ob wir schon das Grab mit der verschleierten Frau gesehen hätten. An unseren Kameras würde er erkennen, dass die Skulptur für uns interessant sein könnte. Wir hatten die Skulptur selbstverständlich schon fotografiert. Daraufhin fragte der Mann, ob wir denn schon in der Kirche waren. Nein, da wollten wir aber noch hin, sie war ja nur ein paar Meter weiter. Der Mann bot an, uns zur Kirche zu begleiten und uns auch die Krypta zu zeigen. Unterwegs erzählte er uns noch alle möglichen interessanten Dinge über den Friedhof, die Ehrengräber, die Kirche, ihre Krypta und noch viele historische Hintergründe über den Friedhof und Wien. Es war quasi eine private Führung, die uns da geboten wurde.

Die Karl-Borromäus-Kirche ist eine wunderschöne Jugendstilkirche. Leider habe ich nur ein Foto von der Seite gemacht (weshalb auch immer) und nicht vom Haupteingang mit der Präsidentengruft. Das hat S. dann aber erledigt^^


















In der Krypta der Kirche (die man übrigens auch mit dem Fahrstuhl erreichen kann), liegt Wiens Bürgermeister Karl Lueger, der sich für den Bau der Kirche eingesetzt hat. Er ist noch vor der Fertigstellung gestorben.





Als wir aus der Kirche heraus waren, führte uns der nette alte Mann auch noch über den Waldfriedhof zum islamischen Friedhof, der Gedänkstätte für die Opfer der Kindereuthanasie am Spiegelgrund und schließlich noch zum Falco-Grab. Ich habe nur vom Waldfriedhof einige Impressionen eingefangen. Danach widmete ich mich ganz den spannenden Erzählungen des Mannes.





















Der nette Herr wollte eigentlich nur seine Frau besuchen, die auf dem Friedhof liegt. Dies tut er wohl regelmäßig und nutzt den Besuch gleichzeitig als Spaziergang. Uns hat er besimmt länger als eine Stunde durch das riesige Gelände geführt und wusste viele spannende und interessante Geschichten zu erzählen. Zum alten jüdischen Friedhof konnte er uns aber nicht mehr begleiten. Dafür mussten wir nämlich nochmal komplett ans andere Ende. S. und ich fuhren daraufhin 2 Stationen mit der S-Bahn, um nicht den ganzen Weg zurücklaufen zu müssen.
Die Bilder vom Alten Jüdischen Friedholf folgen im nächsten Posting.

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