Montag, 19. September 2011

Projekt 52: #36 - Märchenhaft

Es war einmal ein wunderschönes Mädchen, das lebte mit seiner Familie in einem weit entfernten Köigreich. Der Vater des Mädchens arbeitete als Gärtner im Schloss der Königs. Der Schlossgarten war berühmt für seine Rosen und das Mädchen spielte oft zwischen den einzelnen Büschen. Als es älter wurde, half es dem Vater bei seiner Arbeit und wurde im Dorf irgendwann nur noch Rosenmädchen genannt.
Eines Tages veranstaltete der König ein großes Fest, bei dem er einen Bräutigam für seine Tochter, die Prinzessin, finden wollte. Alle Prinzen aus nahen und fernen Königreichen reisten an. Die Prinzessin erblickte schnell ihren Traumprinzen und verliebte sich Hals über Kopf in ihn. Sie tanzte jeden Tanz nur mit dem einen Prinzen und der König wusste, dass er einen passenden Bräutigam gefunden hatte. Als das Fest ihren Höhepunkt erreichte, brauchte der Prinz eine Tanzpause und ging in den Garten hinaus, um frische Luft zu schnappen. Da erblickte er das Rosenmädchen, wie es zur Musik mit den Rosen tanzte und verliebte sich unsterblich in die Schönheit. Seine Müdigkeit war mit einem Mal verschwunden Er trat auf das Mädchen zu und bat sie um einen Tanz. Gemeinsam tanzten sie zwischen den Rosenranken und auch das Mädchen verliebte sich in den Prinzen. Der Prinz verabredeten sich mit dem Mädchen für den nächsten Tag im Rosengarten, wo er um ihre Hand anhalten wollte. 
Beide bemerkten nicht, dass die Prinzessin sie vom Balkon aus eifersüchtig beobachtete. Als das Fest vorüber war, ging sie zu einer alten Frau im Dorf, die für ihre Hexerei bekannt war. Die Hexe gab der Prinzessin ein Fläschen mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit darin. Mit dieser Flüssigkeit sollte die Prinzessin einen Gegenstand benetzen. Die Person, die diesen Gegenstand dann als nächstes berühren würde, sollte für immer verwandelt werden, so dass niemand mehr sie erkennen würde. Noch in der Nacht schlich sich die Prinzessin in dern Garten und formte aus den schönsten Rosen einen Kranz. Diesen legte sie in die Nähe des Ortes, an dem sich der Prinz und das Rosenmädchen wenige Stunden später treffen wollten, und übergoss ihn mit der Flüssigkeit. 
Am nächsten Morgen war das Rosenmädchen schon sehr früh im Garten, denn es konnte nicht erwarten, den Prinzen wieder zu sehen. Als es zum Treffpunkt ging, bemerkte es den Kranz. Neugierig hob es ihn auf und setzte ihn sich aufs Haar. In dem Moment merkte das Mädchen, dass etwas Merkwürdiges vor sich ging. Es verwandelte sich in ein kleines Entlein. In dem Moment kam der Prinz zum Treffpunkt. Doch er erkannte das Mädchen in ihrer neuen Tiergestalt nicht, sondern dachte, er wäre versetzt worden. Er heiratete wenig später die Prinzessin.
Das Rosenentlein war voller Trauer. Es blieb weiter im Rosengarten und wartete jeden Tag am Treffpunkt in der Hoffnung, dass der Prinz wiederkehren würde. Doch der Prinz kam nie wieder in den Garten, der mit jedem Jahr mehr verwilderte. Das Entlein starb schließlich an ihrer Einsamkeit. Verborgen zwischen wuchernden Rosen befindet sich eine kleine Lichtung, wo sich die Liebenden treffen wollten. Dort erinnert eine Statue an das traurige Schicksal des Mädchens. Wer diesen Ort findet, wird das wahre Glück in der Liebe finden, heißt es.


Kommentare:

  1. Wunderschönes Foto!! Und die Geschichte dazu ist auch perfekt :)

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  2. Ja, auch mir gefällt das Foto seht gut. Die Geschichte finde ich sehr traurig.
    Liebe Grüße
    Astrid

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