Montag, 2. Mai 2011

Red Riding Hood


Gestern habe ich mit S. "Red Riding Hood" im Kino gesehen.
Und ich kann mich noch nicht wirklich entscheiden, wie ich den Film als Ganzes beurteilen soll.

An sich wollte ich den Film hauptsächlich wegen der Bilder sehen und das hat sich auf alle Fälle gelohnt. Die Anfangsszenen waren zwar noch etwas sehr übertrieben märchenhaft kitschig dargestellt. Aber sobald die Idylle zerstört war und der erste Mord entdeckt wurde, waren die Bilder auch düsterer und beeindruckender.
An der Story mochte ich den Krimianteil sehr. Ich fand, die Spannung wurde ganz gut aufgebaut und ich habe mich tatsächlich die ganze Zeit gefragt, wer nun der Werwolf ist. Gut, ziemlich schnell hatte ich die richtige Vermutung, die dann auch am Ende auch bestätigt wurde. Aber trotzdem war ich mir nie zu 100% sicher. Es war meiner Meinung nach gut gemacht, wie man wirklich fast jeden Dorfbewohner irgendwann einmal verdächtigte.
Schade fand ich nur, dass es so lang brauchte, bis der Film wirklich spannend wurde. Am Anfang plätscherte er noch so ziemlich langweilig vor sich hin. Dann kam ein kleiner Spannungsschub als man das erste Opfer fand. Aber dieser Schub flaute dann auch wieder ab, bis endlich der Werwolfexperte im Dorf eintraf und erklärte, was es mit Werwölfen auf sich hat. Von da an war es tatsächlich durchgehend spannend bis zum Zeitpunkt der Entlarvung. Der Schluss war etwas sehr erzwungen.
Was mich auch zur negativen Seite des Film bringt: Die Twilight-Ähnlichkeit. Die Dreiecksbeziehung der Hauptcharaktere war so auf Twilight getrimmt. Die beiden Männer hatten sogar "Edward-Frisuren", "Edward-Blicke" und "Edward-Sprüche" drauf. Es wirkte fast wie die Edward-Bella Beziehung im Zeitraffer ohne jedes Gefühl. Und das Ende war dann der befürchtete typische Edward-Bella Abschluss. Ohne zu viel an dieser Stelle verraten zu wollen.
Obwohl es mir gefiel, wie das Rotkäppchen-Märchen im Film verarbeitet wurde. Nämlich nicht nacherzählt, sondern in kleinen Anspielungen und Zitaten angedeutet wurde, wirkten einige Szenen schon fehl am Platz ("Großmutter, warum hast du so große Augen" sag ich da nur).
Meine Lieblingscharaktere waren eindeutig die Großmutter und das Rotkäppchen an sich.

Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass die Story großes Potential hat und dieses, wenn es um das Geheimnis der Wolfsidentität geht, auch gut umgesetzt wurde. Wenn nur die Liebesgeschichte etwas spannender und nicht so oberflächlich erzählt worden wäre, dann hätte das ein richtig guter Film werden können. Die Bilder haben mich auf jeden Fall inspiriert und ich habe richtig Lust bekommen, ein paar Rotkäppchen-Bilder zu zeichnen.

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