Sonntag, 20. März 2011

Unknown Identity



Inhalt:
Der amerikanische Wissenschaftler Dr. Martin Harris kommt mit seiner Frau Liz in Berlin an, um bei einem Kongress teilzunehmen. Während einer Taxifahrt kommt es zum Unfall und er wacht 4 Tage später ohne Papiere in einem Krankenhaus auf. Als er versucht, zu seiner Frau zu gelangen, erkennt diese ihn nicht und ein anderer Mann hat seine Identität angenommen. Zusammen mit der Taxifahrerin vom Unfall und einem ehemaligen Stasi Agent, versucht er zu beweisen, dass er der richtige Martin Harris ist.

Meinung:
Wie schon erwähnt, hat mir der Film sehr gut gefallen. Die Mischung aus Action und Thriller fand ich sehr gelungen, denn die Actionszenen waren nicht zu lang und passten zur Story. Sogar die obligatorische Verfolgungsjagt war ideenreich und genau zum richtigen Zeitpunkt zu Ende, um nicht zu nerven. Der Thrilleranteil war an sich auch gut. Die Aufklärung der Story war auf jeden Fall bis auf ein klitzekleines Detail überzeugend und gut vorbereitet. Ich will nicht sagen, dass das Ende vorhersehbar war, weil ich es nunmal nicht vorhergesehen habe. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass es mich großartig überrascht hat. Es passte halt einfach alles zusammen. Ich würde sagen, der Film ist auf jeden Fall unterhaltsam, spannend und kurzweilig und dank der Actionszenen und der Optik auch fürs Kino zu empfehlen. Man sollte nur nichts überaus innovatives erwarten :)

Unsortierte Eindrücke (vorsicht Spoiler):
Als erstes habe ich mich in die Bilder verliebt. Die Idee, einen amerikanischen Film komplett in Berlin spielen zu lassen, fand ich richtig klasse. Die Stadt kann sich auf jeden Fall sehen lassen und ich fand die Bilder sehr sehr schön. Die kühle Farbgebung passte perfekt.
Besonders begeistert war ich auch vom heimlichen Helden des Film: dem Taxi. Ich fand es sehr gut, wie oft das Taxi eine wichtige Rolle im Film spielte und  wie gut es ins Szene gesetzt wurde. Der Taxiverschleiß ist wohl auch größer als in jedem anderen Film :)
Ich mag Diane Kruger. Aber mit osteuropäischem Akzent fand ich sie anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Im laufe des Films habe ich mich aber daran gewohnt und fand es doch nett. Ich finds trotzdem lustig, dass sie in einem Hollywoodfilm, der in Deutschland spielt keine Deutsche gespielt hat.
Der Name January Jones ist ja mal geil.
Ich fand es ziemlich gut gelöst, wie die Spannung aufgebaut wurde. Teilweise war ich richtig verwirrt und fragte mich, wie die das nun alles erklären wollen, ohne dass es zu freakig und unglaubwürdig wird. Aber die Idee, dass der Protagonist sich nicht komplett an seine Vergangenheit erinnern kann und deshalb nicht weiß, dass Martin Harris nur eine erfundene Identität für einen Auftraskiller ist, war toll. Plötlich ergab alles Sinn. Ich hatte nämlich teilweise schon Angst, dass es sehr unrealistisch wird und irgendwas mit Gehirnwäsche oder Außerirdischen auftauchen würde.
Gut fand ich auch, dass das Anschlagsziel nicht der Prinz sondern der Wissenschaftler war. Sehr gut auf die falsche Fährte geführt :)
Den Stasi Agenten fand ich cool. Ein sehr toller Charakter. Leider hat er nicht überlebt. Und somit sind auch seine Nachforschunen irgendwie nutzlos gewesen. Er hatte schon den Beweis dafür, dass Harris ihm die Wahrheit erzählt hatte, konnte es aber niemandem mehr erzählen. Seine Todesszene ist auch die einzige Szene für mich, die einfach zu weit hergeholt war. Eine Gehimorganisation von Auftragskillern und Terroristen, die seit Jahrzehntenvon nicht gefunden oder belegt werden kann und ein alter Stasi Mann, der damals zufällig auf der Suche danach war und jetzt den Zusamenhang erkennt? Hallo?!?!? Nicht nur, dass alles nur irgendwie angedeutet wurde, man hätte das auch locker anders lösen können. Wobei die Szene an sich ganz nett war.
Die Weltverbessererthematik fand ich zum Schluss doch etwas zu schnulzig^^
So, mehr fällt mir auch spontan nicht mehr ein.

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