Freitag, 12. November 2010

Die Bücher, die mich prägten

Da ich bis morgen an keinen Scanner rankomme, werden die neuen Comics noch ein wenig warten müssen. In der Zwischenzeit dachte ich, ich verfasse eine kleine Zusammenfassung über mich und die Bücher, die mich in meinem Leben so prägten.. von so einem Eintrag habe ich nämlich tatsächlich vor ein paar Nächten geträumt. 

Die Geschichte beginnt schon ganz früh in meiner Kindheit, als ich noch nicht selbst lesen konnte. Damals besaß ich ein Märchenbuch. Es war in rotes Leder eingebunden und mit wunderschönen Illustrationen versehen. Wie ich später feststellen sollte, handelte es sich um ein Buch mit Märchen von Hans Christian Andersen. Mein Lieblingsmärchen daraus war die "Schneekönigin" und ich glaube, ich wollte es jeden Abend hören. Andersens Märchen sind mir immer noch am liebsten und die "Schneekönigin" immer noch das beste.

Dass ich dann zu einer Leseratte wurde habe ich eindeutig meiner besten Freundin aus der Grundschule zu verdanken. Luisa und ich freundeten uns in der dritten Klasse an, als sie mich fragte, ob ich sie nicht nach der Schule nach Hause begleiten wollte. Ich wollte, obwohl ihr Heimweg in die entgegengesetzte Richtung von meinem Heimweg lag. Aber weil wir uns so gut verstanden und unterhielten, gingen wir jeden Tag zusammen zu ihr nach Hause. Manchmal ging ich direkt weiter, manchmal blieb ich aber noch dort. Oft verbrachte ich den ganzen Tag in Luisas Nachbarschaft. Luisas Nachbarin war eine ältere Dame, die uns eines Nachmittags zu sich in die Wohnung einlud. Dort befand sich das Paradies (wie ich nun weiß). Diese Wohung bestand fast nur aus Bücherregalen und Luisa und ich durfteun uns immer ein paar Bücher mitnehmen, sie lesen und dann gegen neue Bücher tauschen. Eine Privatbibliothek ohne Leihfristen. Herrlich. Mein ersten Buch, das ich also ganz alleine von vorne bis hinten gelesen habe, war Teil diser Privatsammlund und hieß "Hildes Ferienreise". Ich kann mich zwar nicht mehr an die genaue Geschichte dieses Buches erinnern aber ich weiß noch sehr genau, wie es endete. Und dieses Ende beinhaltet sehr viele Dinge, die mir noch heute an Büchern gefallen: traurige, romantische Liebesgeschichte mit mysteriösem lang vergangenem Geheimnis und überraschender Lösung. All die Bücher, die ich aus dieser Privatsammlung gelesen habe, waren schon ziemlich alt (50er Jahre?) und handelten von Abenteuern mit Mädchen als Hauptperson. Weitere Highlights waren "Geli, die Fremde" und "Waltraut und der Bergsommer". 

Irgendan hatten wir alle Bücher durchgelesen und Luisa zog weg. Ich aber brauchte Nachschub und beantragte einen Stadtbücherei-Ausweis. Zunächst arbeitete ich mich durch die Kinder- und Jugenabteilung. Dabei entdeckte ich den "Mystery Club". Während andere Jugendliche die "Fünf Freunde" oder die "drei Fragezeichen" lasen, verschlang ich die Mystery Club Bücher (wobei, die fünf Freunde hab ich auch gelesen). Der Mystery Club bestand aus drei Freundinnen, die geheimnisvolle Verbrechen in ihrer Nachbarschaft aufdeckten. Kein Wunder, dass als nächstes "Miss Marple" und "Sherlock Holmes" auf meiner Liste standen. 

Irgendwann (so mit 12) wure ich zu alt für die Jugendabteilung... naja, ich hatte alle interessanten Bücher daraus schon gelesen udn wagte mich eine Etwage höher im Bibliotheksgebäude. Dort stolperte ich eher zufällig über ein Buch, das "Tochter der Nacht" hieß. Das Titelbild gefiel mir sofort. "Tochter der Nacht" ist ein Fantasybuch der Autorin Marion Zimmer Bradley und behandelt die Geschichte der "Zauberflöte" (wie ich sehr viel später im Musikunterricht erfuhr). Obwohl "Tochter der Nacht" mein erstes Fantasy-Buch war, prägte mich mein zweites Fantasy Buch mehr: "Das Licht von Atlantis" ... auch von Marion Zimmer Bradley (dicht gefolgt von der "Avalon-Reihe"). Fiktionen von Atlantis faszinieren mich noch heute, genauso wie Fantasy-Bücher mit einem historischen Kern oder Sagen/Legenden.  Und weil ich schonmal angefangen hatte, das Fantasy-Regal der Stadtbücherei abzuarbeiten, geriet mir natürlich "Herr der Ringe" in die Hände. Das waren sehr kurze drei Wochen Osterferien. 

In der Oberstufe entdeckte ich dann noch ein tolles Buch im Fantasy Regal: "Die Alchimistin" (Alchemistin?) von Kai Meyer. Danach verschlang ich jedes Buch von ihm und infizierte viele Leute in meinem Freundeskreis mit dem Fieber. Kai Meyer verbindet Historie mit mysteriösen/mystischen/fantastischen Elementen, erschafft großartige Schauplätze aus Worten und mischt noch ein paar Horrorelemente hinzu. Eine wunderbare Mischung. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde mir "Harry Potter" wärmstens ans Herz gelegt. Doch ich war zu alt für die deutsche Fassung und verschlang statt dessen mehrere Jahre lang jeden Band. Eine gute Ergänzung meiner Fantasylieblingsbücher bildet Lynn Flewellings "Schattengilde-Serie". Die ersten beiden Bände ("Licht in den Schatten" und "Der Gott der Dunkelheit") haben meine Denkweise gravierend beeinflusst und mir gezeigt wie toll Bücher ohne Happy End sein können.

Kurz nach dem Abi las ich dann nicht mehr so viele Fantasy Bücher, statt dessen immer mehr Krimis, Thriller, Abenteuer. Durch B. lernte ich so tolle Bücher wie "Illuminati" (und alle anderen Dan Brown Bücher), "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach, "Messias" von Boris Starling oder "Die Geheimloge" von Scott McBain kennen. Komischerweise haben die alle irgend etwas mit der Bibel oder Kirche zu tun. Verschwörungen, Geheimnisse, Schatzsuchen.. damit kann man mich immer locken. 

Natürlich habe ich noch sehr viel mehr Lieblingsbücher und jedes hat mich in irgendweiner Weise geprägt... aber wenn ich sie alle aufzählen würde, wäre ich nächste Woche nicht nicht fertig mit diesem Eintrag.

Kommentare:

  1. OH! Das ist eine super Idee. So einen Eintrag werde ich die Tage auch mal schreiben.

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  2. Au ja, da freue ich mich schon drauf :)

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