Donnerstag, 30. September 2010

Carmina Burana

So sehr ich meine Spardose auch mag, es muss was Neues her.
Gestern durfte ich bei der Generalprobe der Carmina Burana zusehen, die vom St. Johannis Kammerchor gesungen und von Balletttänzern interpretiert werden. Ich hatte leider keine Karte mehr für eine der richtigen Aufführungen heute und morgen bekommen und war froh, wenigstens der Generalprobe beiwohnen zu können. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zwar war die Generalprobe sehr schön und teilweise auch super lustig aber hat mir umso mehr Lust auf die richtige Aufführung gemacht.
Zunächst war ich etwas skeptisch, als ich hörte, dass Tanz als visueller Zusat zur Musik mit dabei sein würde aber im Endeffekt machten genau die Tänzerinnen und Tänzer den gestrigen Abend so besonders.
Anfangs wirkte der Zuschauerraum etwas befremdlich, da die Stühle nicht wie gewohnt in Reihen vor einer Bühne  sondern in dreieckigen Blöcken um die Mitte des Raumes aufgestellt waren. Uns wurde erklärt, dass die Tänzer sowohl in genau dieser Mitte als auch in den Gängen zwischen den Blöcken und auch zwischen den einzelnen Raihen tanzen würden. Wie suchten uns Plätze, von denen wir den besten Überblick über den Chor und den Raum hatten und dann konnte es auch schon losgehen.
Ich konnte meine Augen kaum von den Tänzern wenden, so sehr faszinierten mich ihre Bewegungen. Besondere Highlights waren kleine Patzer, wie der dreifache falsche Einsatz für die Tänzer oder der verpasste Einsatz der Solotänzerin, aber auch der Solotänzer und der Tanz zu den Tavernenliedern. Beide Tänze mussten glücklicherweise zwei Mal geprobt werden :)
Heute wollte ich kurz nachschauen, wann genau die Texte der Carmina Burana entstanden sind und stolperte im Wikipedia Artikel prompt über ein Foto, das mir bekannt vorkam. Es war das Kloster Benediktbeuern, in welchem die Texte wiedergefunden worden waren. So klein ist die Welt.

Samstag, 4. September 2010

Verhandlungssachen

Heute wollten N., C. und ich zum Flohmarkt auf dem Schützenplatz. Dort war allerdings so wenig los (es gab nur sehr wenige Stände und die angebotenen Sachen waren auch überhaupt nicht interessant), dass wir den Flohmarkt nach einer Runde, die nur wenige Minuten dauerte, wieder verließen.
Statt dessen gingen wir in die Stadt und durchstöberten einige Läden (von denen ich einige noch nie vorher betreten hatte). Beim Stadtbummel stellte sich heraus, dass auch in der Innenstadt 2 Flohmärkte ware. Einer war direkt beim Gänseliesel und einer bei der Nikolaikirche. Der letztere war der interessanteste und schönste des Tages und ich entdeckte gleich Ohrringe, in die ich mich auch sofort verliebte.
Ich fragte die Frau am Stand, was diese Ohrringe denn kosten sollten und sie beriet sich mit ihrem Mann in einer fremden Sprache. Lustigerweise war diese Sprache Polnisch und ich versand jedes Wort. Der Mann wollte nämlich zunächst mehr Geld für die Ohrringe und die Frau überredete ihn zu einem niedrigeren Preis, den sie mir dann auch nannte. Ich bedankte mich nett auf Polnisch bei ihr :)