Montag, 31. Mai 2010

So war der Samstag

Samstag war toll *.*
Da S. einen Termin in Hannover hatte und der Wetterbericht Großartiges versprach, entschied ich spontan mitzufahren. Und weil sich so eine Fahrt für eine Stunde in Hannover nicht lohnt, wurde der Aufenthalt kurzerhand auf den ganzen Tag ausgedehnt... dabei wurde die Abfahrt von 15 Uhr auf 9 Uhr vorverlegt. Um 8 mussten wir also das Haus verlassen... und das an einem Samstag. Aber es hat sich gelohnt.
In Hannover gibts jeden Samstag einen Altstadtflohmarkt. S. ist schon vor einigen Wochen dort herumgeschlendert und weil er so davon geschwärmt hat, wollte ich mir das ganze auch mal angucken. Der Flohmarkt ist echt groß und es hat viel Spaß gemacht, herumzustöbern. Die Zeit ist nur so dahingerauscht. Wir entdeckten ein total tolles Bild, für das wir leider nicht das nötige Geld mithatten. Aber ich bin davon inspiriert worden und gedenke, demnächst etwas Ähnliches zu versuchen.
Während S. bei seinem Termin war, war ich shoppen. Es war auch nötig, da ich dummerweise mit einer Laufmasche aus dem Haus gegangen bin und neue Strumpfhosen brauchte. Das rumlaufen auf dem Kofsteinpflaster auf dem Flohmarkt und dann durch die Geschäfte, hat meinen Füßen etwas geschadet aber es stand noch einiges mehr auf der Tagesordnung.
Zum Beispiel ein Kurztrip zu den Herrenhäuser Gärten. Das Licht war total toll am späten Nachmittag/frühen Abend und S. machte ein paar richtig gute Bilder von mir. Und wenn ich das sage, dann wills schon was heißen, denn normalerweise mag ich Fotos von mir nicht. Leider sind die Fotos im Moment noch bei S., so dass ich sie nicht hier reinstellen kann. Aber beim nächsten Post dann.
Von den Herrenhäuser Gärten aus unternahmen wir dann eine verhängnisvolle Odyssee. S. brauchte noch eine Lampe und einen Bilderrahmen von IKEA. Und weil IKEA nicht mitten in der Stadt liegt, fuhren wir mit der S-Bahn zum ehemaligen Expo Gelände raus. Dort hätt ich liebend gern Fotos gemacht, weil das Gelänge so weitläufig und verlassen aussah... leider war es das auch und wir schlossen uns einer Dame an, die auch auf der Suche nach IKEA war. Meine Füße taten höllisch weh aber nach 20 Minuten waren wir auch bei IKEA angelangt, wo wir dann in 5 Minuten durchhetzten, um den Bus zurück zum Bahnhof zu nehmen, der nur einmal in der Stunde fährt. Leider merkten wir erst kurz vor dem Einsteigen, dass mit "Bahnhof" nicht der Hauptbahnhof gemeint war, sondern der von Messe/Laatzen. Aaah. Egal, da fährt der Metronom ja auch durch. Wir kamen auch gerade rechtzeitig auf dem Gleis an, als er durchrauschte. Ja, wenn keine Messe ist, ist der Bahnhof Messe/Laatzen noch verlassener als das Expogelände... Und der Metronom hält auch nicht (zumindest nicht an diesem Abend). Wir mussten fast eine Stunde dort warten, um die S-Bahn nach Saarstedt zu nehmen und dort in den Metronom umzusteigen.
Trotz der widriegen Umstände, waren wir fast pünktlich zum Grand Prix bei S.. Nur die ersten 3 Startplätze verpasst (und Spanien dann zum Schluss ja nochmal gesehen, also eigentlich nur 2 Acts verpasst). Mich über Lenas Sieg gefreut, hätt ich nicht mit gerechnet. Schade, dass der Belgier dann doch so weit hinten landete, dem hätt ich den zweiten Platz gegönnt, weil ich den so schnuckelig fand :)

Sonntag, 30. Mai 2010

"Ich glaub, mich tritt ein Pferd"

Mein Lieblingszitat des deutschen Grand Prix Kommentators. Und es war so schön trocken vorgetragen :)
Tag war geil! Ich muss schlafen. Hoffe, morgen tun meine Füße nicht zu doll weh. Oder ich hoffe mal, dass ich lang im Bett bleiben kann. Nur aus Ausschlafen wird wohl nichts. Warum läuft die Wiederholung von Gntm auch so früh an einem Sonntag...? Oh Gott, ich seh grad: 8:05 Uhr? Das ist ja noch früher als letzte Woche. *umfall*

Dienstag, 25. Mai 2010

Einmal Botanischer Garten und zurück


Perfekter Tag für eine Fototour. Kamera geschnappt und ab in den Botanischen Garten. Nach dem ersten Schock (der Hintereingang ist durch einen Maschendrahtzaun versperrt, das schöne Tor weg, dafür gehts jetzt ein paar Meter weiter durch einen Kieselsteinweg hinein) festgestellt, dass der Garten grad sehr seeehr schön ist und man bestimmt ein paar Stündechen dort fotografieren kann. Nach 5 Minuten war der Ausflug vorbei, weil die Akkus leer gingen und die Ersatzakkus kaputt sind. Brauche dringend neue nächsten Monat.

Statt dessen gings mehrmals zu Fuß in die Stadt und zurück, weil ich mal wieder zu doof war. Jetzt sind die Akkus zwar wieder bereit aber meinen Füßen gehts nicht gut, weshalb ich vielleicht höchstens zum Sonnenuntergan nochmal einen Versuch unternehme.

Samstag, 22. Mai 2010

Von geheimen Gärten...


Ich habe eine neue Lieblingsschriftstellerin gefunden. Leider hat Kate Morton bisher nur 2 Bücher geschrieben, von denen ich alle beide nun kenne. Ihr drittes Buch erscheint im November... leider nur auf Englisch, so dass ich auf die deutsche Version noch länger warten muss. Eigentlich habe ich kein Problem damit, Bücher auf Englisch zu lesen. Aber bei manchen möchte ich das gar nicht, weil ich die deutschen Übersetzungen schon so schön finde. Und Kate Mortons Bücher gehören nun dazu.

Letztes Jahr habe ich "Das geheime Spiel" verschlungen und am Montag war es dann soweit, ich begann, "Der verborgene Garten" zu lesen. Auf das Buch habe ich ein Jahr warten müssen, weil ich nicht die gebundene Fassung kaufen wollte. Und gerade eben habe ich es zu Ende gelesen. Na toll, nicht einmal eine Woche dauerte der Spaß... und dabei sind das schon 640 Seiten gewesen.

Das schlimmste an Büchern, in die man richtig eintaucht, ist, dass man so schlecht davon loskommt, wenn man sie zu Ende gelesen hat. Bei mir zumindest ist das so, dass ich am liebsten die Geschichte weiter lesen möchte. Wenn ich mich schon an die Charaktere und die Orte gewöhnt habe, dann will ich wissen, wie es weiter geht. Im schlimmsten Fall will ich wissen, was es mit den noch offen gelassenen Geheimnissen, Fragen und Erzählsträngen auf sich hat. Aber bei den Büchern von Kate Morten wurden bis jetzt Gott sei Dank alle Fragen am Ende beantwortet. Phew. Da ich aber nun weiß, dass es mit der Geschichte am Ende des Buches selten weiter geht (außer es handelt sich um eine Serie oder wird zu einer), möchte ich wenigstens ein ähnliches Buch im Anschluss lesen. Eines mit ähnlicher Atmosphäre. Auch das ist eher selten möglich.

Ich müsste ein Buch finden, in dem es ein altes Familiengeheimnis, ein altes Anwesen und einen geheimen Garten gibt. Dazu noch eine nette Liebesgeschichte, ein paar mehr oder wenige überraschende Wendungen...

Meistens les ich dann genau das Gegenteil davon, weil ich das, was ich suche, nicht auf Anhieb finde.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Konfrontationstherapie

Was hatte sie getan?
Sie wusste nicht, wo sie sich befand. Das Letzte, an das sie sich erinnern konnte, war das Gespräch mit dem Doktor in der Klinik, einem wunderschönen Herrenhaus im Jugendstil. Sie hatte dort vor wenigen Tagen ein Zimmer bezogen mit Ausblick auf die große Gartenanlage mit ihrer bemerkenswerten Skulpturensammlung. Als Kunsthistorikerin war sie begeistert gewesen von den Statuen. Der Doktor hatte ihr erklärt, er sein ein leidenschaftlicher Sammler. In diesem Garten konnte man hunderte von Skulpturen finden aus allen möglichen Epochen, Nachbildungen aber auch Originale von zeitgenössischen, unbekannten Künstlern. Alle Skulpturen waren Auftragsarbeiten und hatte eine besondere Bedeutung für den Doktor, hatte er erzählt. Sie freute sich schon darauf, den Garten während ihres Aufenthalts in der Klinik genauer zu studieren. Zumindest hoffte sie, dass ihr Problem sie bald nicht mehr daran hindern würde, länger dort zu verweilen.
An ihrem dritten Tag in der Klinik hatte ihr Beratungsgespräch statt gefunden. Dabei wurde die Behandlungsmethode besprochen. Dann hatte sie die Einverständniserklärung unterschrieben und dann... dann war sie hier aufgewacht.

Ihr ganzer Körper schmerzte und ihr Kopf drohte zu explodieren. Ihre Augen brannten furchtbar, so dass sie sie zunächst nicht zu öffnen wagte. Was ihr vorkam wie eine Ewigkeit, konnte sie nichts anderes wahrnehmen als den Schmerz. Als dieser nach und nach abebbte, öffnete sie langsam die Augen... und geriet in Panik. Sie konnte nicht sehen. Immer wieder schloss und öffnete sie die Augen, in der Hoffnung, das wäre alles nur ein Missverständnis. Doch das Resultat blieb immer gleich. Sie wusste nicht, was sich um sie herum befand. War sie noch in der Klinik? In ihrem Zimmer dort? Was er Tag oder Nacht? War das Zimmer abgedunkelt oder hatte sie ihr Augenlicht verloren? War sie allein oder war noch eine andere Person im Raum?
„Hallo?“ … „Ist da jemand?“
Sie bekam keine Antwort. Plötzlich erinnerte sie sich an all die Horrorfilme aus ihrer Jugend und ihr Herz begann heftiger zu schlagen. Ihr Atem beschleunigte sich, Panik drohte die Oberhand zu gewinnen. Außer ihrem Herzschlag und Atem konnte sie nichts hören. Oder waren da doch Laute, die nur von den Geräuschen ihres Körpers übertönt wurden? Sie zwang sich, ruhiger zu werden und konzentrierte sich völlig auf ihre Umgebung. So sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte nichts erkennen, kein Licht, keine Konturen. Selbst wenn sich sich die Hand vors Gesicht hielt, konnte sie diese nicht sehen. Sie begann, nach Geräuschen zu horchen, doch auch da hatte sie keinen Erfolg. Um sie herum war es totenstill.
Sie versuchte, sich aufzurichten und es gelang ihr. Vorsichtig stand sie auf und fing an, den Raum mit ihren Händen zu erkunden. Der Raum war nicht besonders hoch, sie konnte die Decke mit ihren Fingerspitzen ertasten. Auch war gerade genug Platz für sie darin, denn sie konnte kaum 2 Schritte tun, bevor sie an eine Wand gelangte. Mit einem Mal bekam sie Platzangst. Sie verstand das nicht, was ging hier vor? Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier war. Sie begann an die Wände zu hämmern und um Hilfe zu rufen, bis ihre Hände sich taub anfühlten und ihre Stimme versagte. Sie kauerte sich in eine Ecke des Raumes. Eine Erkenntnis sickerte zu ihr hindurch und sie konnte ihre Panik nicht mehr zurück halten. Es gab keine Tür und auch keine Fenster. Die Luft kam ihr plötzlich sehr dünn vor. Sie konnte nicht mehr klar denken, wollte nur, dass dieser Albtraum endlich endete.
Minuten vergingen oder Stunden, sie konnte es nicht sagen. Wie apathisch saß sie in der Ecke und starrte vor sich hin. Auf einmal nahm sie etwas wahr. Ein kühler Luftzug und ein Hauch von einem Parfüm, dann war der Augenblick vorbei. Doch etwas hatte sich verändert. Sie wusste, sie war nicht mehr allein. Es konnte kein anderer Mensch sein, dafür war der Raum zu klein und sie konnte immer noch kein fremdes Geräusch ausmachen. Aber etwas war hier, das spürte sie.

Es traf sie wie ein Schlag. Mit einem Mal begriff sie, was vor sich ging. Ein Gefühl der Erleichterung wurde schlagartig durch blanke Angst ersetzt. Er hatte ihr erklärt, was er tun würde. Er hatte ihr von den Risiken erzählt. Doch erst jetzt begriff sie das Ausmaß ihrer Entscheidung. Erst jetzt wusste sie, was es bedeutete. Nur war es zu spät. „Kein Zurück“, hatte er gesagt. Allmählich bereute sie ihre Zusage.Sie wusste, was hier geschah, doch es versetzte sie in Todesangst.
Verzweiflung überkam sie. Sie war noch nicht soweit. So hatte sie sich das ganze nicht vorgestellt. Aber es gab keine Zweifeln mehr. SIE waren hier.
In diesem Moment hörte sie das leise Klacken, das ihr eine Gänsehaut bereitete. Sie hörte es auf sich zukommen. Für andere wäre das Geräusch kaum hörbar, doch für sie war es präsent, laut und deutlich. Es widerte sie an, ließ sie am ganzen Körper erzittern. Sie presste sich so fest an die Wand, wie sie nur konnte. Doch so sehr sie sich auch dagegen stemmte, die Wand gab nicht nach. Nun hörte sie das verhasste Geräusch von allen Seiten, sogar von oben. Sie konnte nirgendwohin entfliehen. Es war als nähmen SIE ihr alle Luft zum atmen. Ihre Muskeln waren angespannt und sie fühlte sich wie in einer Druckkammer, in der sie langsam zerquetscht wurde.
Doch es war alles nur ihre Schuld, es war ihr Kopf. Ihre Angst und Panik lähmten sie und erdrückten sie. Sie musste dagegen ankämpfen, deswegen war sie hier. Sie konnte es schaffen, musste es schaffen...

Doch ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. So sehr sie sich auch einredete, dass alles nicht so schlimm sein, die Bedrohung war da, sie war umzingelt. Und als sie die erste Berührung auf ihrer Haut spürte, löste sich ein schriller Schrei in ihrer Kehle. Der Schrei zog sich in die Länge, während sie die Chitinpanzer, die dünnen Beinchen und die Fühler überall auf ihrem Körper fühlte. Doch der Schrei, so laut er auch war, konnte das klackende und schwirrende Geräusch der Flügel nicht vertreiben. Sie hörte es überall im Raum, sogar ganz nah an ihrem Ohr und vor ihrem Gesicht. Sie hielt es nicht mehr aus. Als ihr vom Schreien der Atem ausging, schnappte sie hastig nach Luft und dabei flog eines dieser Monster in ihren Mund. Seine Flügel saugten sich an der Luftröhre fest.Sie versuchte zu husten, doch es gelang ihr nicht. Sie röchelte, Tränen rannen über ihre Wangen. Sie riss die Arme hoch, versuchte die ekelhaften Tiere abzuschütteln und zu verscheuchen. Sie krabbelten und flogen überall, auch in sie hinein. Sie bekam keine Luft... langsam verlor sie das Bewusstsein...

Er grinste. Seine Sammlung war nun komplett. Sein größtes Meisterwerk war vollendet. Mit ihrem Leichnam auf den Armen trat er in den Garten hinaus. Welch glücklicher Zufall, dass ausgerechnet eine Kunsthistorikerin sich diesmal auf seine Anzeige gemeldet hatte. Wenn sie ihr Grab sehen könnte... sie würde es verstehen. Für das Herz des Gartens hatte er sich eine besondere Skulptur ausgesucht. Langsam durchschritt er die Hauptallee, die von seinen geliebten Statuen gesäumt war. Links war der Perseus mit dem Haupt der Medusa für die Frau mit Schlangenphobie. Zu seiner Rechten die minimalistische Skulptur eines unbekannten Künstlers, die einen kleinen Quader in der Größe eines Spielwürfels auf einem mannshohen Sockel zeigte, für den Jungen mit Klaustrophobie. Und vor ihm... ihr Grabmal. Er legte sie vorsichtig in das Loch am Fuße der Statue und begann, Erde über sie zu schaufeln. Nach getaner Arbeit blickte er hoch zu der überlebensgroßen Skulptur von Psyche, in ihrer Hand hielt sie einen Schmetterling.

[Inspiriert von N]

Sonntag, 9. Mai 2010

Maiglöckchen



Der Tag hat so schön begonnen und dann... nur noch Regen.
Notiz an mich: Wenn beim Aufwachen die Sonne scheint, lieber gleich aufstehen und die Kamera schnappen, egal wie spannend das Buch gerade ist... Zeit zum Lesen hat man auch, wenn es in Strömen regnet, so wie jetzt.

Samstag, 8. Mai 2010

Büchertag im Albaniviertel

Als ich vor ein paar Tagen ein Plakat für den Büchertag sah, wollte ich da unbedingt einmal vorbei schauen. Das Wort "Bücherflohmarkt" ist da wohl nicht ganz unschuldig dran. Voraussetzung war gutes Wetter (oder zumindests kein Regen). Als dann heut Morgen die Sonne strahlte und sich beim Frühstück eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt ergab, stand einem Bücherbummel nichts mehr im Weg. Kurzerhand wurde S zum Mitkommen überredet, wobei der Überzeugungsaufwand sehr gering war :)
Die Stände der Verkäufer reihten sich auf beiden Seiten der Wendenstraße, die für diesen Zweck gesperrt war und viel Platz zum herumschlendern bot. Glücklicherweise gab es kein Gedränge an den Tischen, so dass man in Ruhe stöbern und durch interessante Bücher blättern konnte. Die Atmosphäre war sehr schön und viele der Verkäufer zu Scherzen und kurzen Plaudereien bereit.
Ich konnte schon in den ersten paar Minuten eine wunderschön illustrierte und sehr gut erhaltene Ausgabe der "Schneekönigin" ergattern. Mein Lieblingsmärchen :)

Kurz vor Ende der Straße entdeckte S noch folgendest Buch:


Allein das Cover war den Kauf wert. Ich bin schon sehr gespannt...